Von den Alpen an die Themse: Diplomatie, Religion und Information in englisch-schweizerischen Netzwerken der Frühen Neuzeit
Sarah Rindlisbacher Thomi und Philippe Bernhard Schmid werfen in Ihrem Vortrag einen Blick auf frühe transnationale Netzwerke und zeigen, wie England und die Eidgenossenschaft während der Frühen Neuzeit miteinander verflochten waren.
Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert unterhielt die alte Eidgenossenschaft vielgestaltige Beziehungen zur englischen Krone. Im Zuge der Reformation erwuchs ein intensiver Austausch über insbesondere religiöse Fragen. Im 17. Jahrhundert entwickelten sich mit Hilfe dieser konfessionellen Netzwerke diplomatische Berührungspunkte. Im 18. Jahrhundert nahmen dann Schweizer Migranten selbst, wie z.B. der Basler Diplomat Luke Schaub, zunehmend eine wichtige Rolle in den globalen Netzwerken des expandierenden britischen Empires ein. Reformierte Geistliche etwa reisten nach London und korrespondierten mit den englischen Missionsgesellschaften, die in Nordamerika und Indien tätig waren. Manche blieben auch in England.
Dr. Sarah Rindlisbacher Thomi (Bern, Historikerin)
Schwerpunkt: Religiöse und politische Beziehungen zwischen England und der alten Eidgenossenschaft im 17. Jahrhundert
Dr. Philippe Bernhard Schmid (Basel, Historiker)
Schwerpunkt: Schweizer Informationsarbeit im britischen Empire im 18. Jahrhundert
Für diese öffentliche Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, sondern eine freiwillige Kollekte
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Ganzes Programm der Basler Geschichtstage 16.-21.3.
https://baslergeschichtstage.ch/basler-geschichtstage-2026/