Allegra! Rätoromanische ‹Gedichte aus den ersten Wörtern›
Öffentlicher Vortrag von Dr. Angelika Overath im Rahmen der Ringvorlesung «Literaturen der Schweiz»
Die Schweiz ist ein Land vieler Sprachen, Kulturen und literarischer Traditionen. Die Ringvorlesung beleuchtet diese Vielfalt aus einer interphilologischen Perspektive und lädt dazu ein, bekannte und weniger bekannte Literaturen der Schweiz neu zu entdecken.
Die geographische Lage der Schweiz zwischen grossen europäischen Sprachräumen und ihre Geschichte als Transit-, Migrations- und zugleich Rückzugsraum haben ihre Literaturen geprägt. Zur sprachlichen Vielfalt gehören neben Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch auch die zahlreichen Formen des Schweizerdeutschen. Hinzu kommt eine bedeutende postmigrantische Literatur, in der mehrfache Sprach- und Kulturbindungen zum Ausdruck kommen.
Auch international renommierte Autorinnen und Autoren fanden in der Schweiz zeitweise Zuflucht oder eine Wahlheimat – von Jean-Jacques Rousseau und Mary Shelley über Hermann Hesse, Thomas Mann und Vladimir Nabokov bis zu Patricia Highsmith und Donna Leon.
Die Ringvorlesung erkundet diese historische und kulturelle Spannweite exemplarisch. Die interphilologische Perspektive soll etablierte Kanonisierungsmuster aufbrechen und den Blick für die ästhetische Vielfalt und «Ungleichzeitigkeit» literarischer Entwicklungen schärfen. Zugleich versteht sich die Reihe als Einladung zu neuen Entdeckungen und Lektüren.
Ganze Vortragsreihe Literaturen der Schweiz
Die Vorlesungsreihe wird durch die Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel gefördert.
Hörsaal 102