Volksbühnen-Tage 2024: Antifaschistische Erinnerungspolitik angesichts der Kriege und Krisen

Ein Gespräch mit Ingrid Bauz, Generalsekretärin des internationalen Mauthausen Komitees
Das Konzentrationslager Mauthausen bei Linz mit den zirka 46 Aussenlagern in Österreich bestand von August 1938 bis Mai 1945. Es galt als Lager der Stufe III, was meint ‘Rückkehr unerwünscht‘. Insgesamt waren über 195.000 Menschen jeglichen Alters und Geschlechts aus mindestens 40 verschiedenen Nationen dort inhaftiert. Unter ihnen waren viele politische Gegner*innen, Spanienkämpfer*innen, sowjetische Kriegsgefangene, Jüd*innen, Sinti und Roma, Homosexuelle. Etwa die Hälfte davon hat die mörderischen Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht überlebt.
Das Internationale Mauthausen-Komitee wurde 1944 als illegale, internationale Widerstandsorganisation im Konzentrationslager Mauthausen gegründet. Nach der Befreiung wurde es zur internationalen Vereinigung der Überlebenden, in der sie sich gegen Nationalismus und für die Verteidigung der Menschenrechte, sozialer Gerechtigkeit und Frieden einsetzten und kontinuierlich an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnerten. Aktuell sind im internationalen Komitee 16 aktive Mitgliedsländer vertreten.

Mauthausen Komitee Österreich – Mauthausen Schwur https://www.mkoe.at/gedenk-und-erinnerungsarbeit/mauthausen-schwur

Im Anschluss an die Veranstaltungsreihe werden wir eine 3 tägige Reise nach Mauthausen organisieren, Termin noch offen. Interessierte können sich gerne bei uns melden.

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Die Volksbühnen-Tage wollen einen Raum schaffen, in dem es möglich ist zu reden, sich auszutauschen, zu denken, zu suchen, Widersprüche auszuhalten und frei zu sprechen – ausserhalb der Polarisierung und der Kriegslogik. Einen Raum in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen, ihr Schmerz, ihr Ringen um Perspektiven und der Gemeinsamkeiten. Ausserhalb der Rechtfertigung von Gräueltaten! Perspektiven in denen das Leben über dem Tod steht, Menschlichkeit und Solidarität über Ausgrenzung, Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie.
Die Volksbühnen-Tage möchten Anteil nehmen, ohne Positionsdruck und Bekenntniszwang. Den Menschen Raum geben, die sich der Kriegslogik entziehen, das Entweder-oder zurückweisen und stattdessen um eine Haltung ringen, in der Menschlichkeit und Befreiung im Mittelpunkt stehen.
Die Volksbühnen-Tage möchten mit ihren Veranstaltungen in die Geschichte eintauchen, um das Heute zu verstehen und uns für ein Morgen mit Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit einsetzen, dass die Sicherheit für Jüd*innen und Palästinenser*innen gleichermaßen garantiert und immer mehr Menschen motiviert entschlossen gegen Faschismus, Ausgrenzung und Rassismus vorzugehen.

Eintritt: frei (Kollekte)

 

Datum

16. Feb 2024
Abgelaufen!

Uhrzeit

19:30

Ort

Ackermannshof
St. Johanns-Vorstadt 19-21, Basel

Veranstalter

Volksbühne Basel
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