Long Covid: …Mutationen des Bewusstseins?

Vortrag und anschliessende Diskussion mit Michael Holzapfel, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Facharzt (D) für Psychosomatische Medizin

Die nun sich abzeichnende fünfte Welle beansprucht unsere Geduld; das Corona-Virus weist Mutationen auf, die verschiedene Infektionswellen ermöglichen und damit sehr viele Menschen berühren. In seinem Vortrag wird sich Michael Holzapfel der Frage widmen, ob es auch eine seelische und geistige Auseinandersetzung mit dem pathogenen Erreger gibt? Im Fokus stehen hier Fragen, inwieweit unser Bewusstsein lernfähig und bereit ist, die neuen «Qualitäten», wie z.B. Entschleunigung, Nicht-Planbarkeit, Langzeit-Einschränkungen, Verlust der Arbeitsfähigkeit, Kontaktbeschränkungen, Verlust von Berührung und Umarmung, Durchhalten und Warten (Quarantäne), Reduktion auf basics (=grounding) aufzunehmen und im hegelschen Sinne aufzuheben.
Hilft uns die «Potenzia passiva» (Kathrin Busch), oder die «Entschleunigung» (Hartmut Rosa)? Gibt es Parallelen zwischen Infektion und Affektion? Kann die globale Krise unsere «mindfulness» erreichen, z.B. durch achtsameren Umgang? Michael Holzapfel plädiert für das Erkennen einer neuen Organqualität, die des Immunsystems als sechstes Sinnesorgan, das nun an die Schwelle des Bewusstseins kommt. Die «Psychoneuroimmunologie» als Integrations- und Lernpotential, sowohl onto-, als auch phylogenetisch.

Vortragsreihe Welche Medizin wollen wir?

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Arbeit am Un-Wissen. Basler Medizingeschichten aus den letzten 500 Jahren. Zwei medizin-historische Ausstellungen in Basel und Pratteln.

Medizin ist allgegenwärtig, in Zeiten von Corona wird das überdeutlich. In den Laboratorien wird analysiert und interpretiert, in dichter Folge und grosser Zahl wird medizinisches Wissen publiziert, diskutiert und mitunter revidiert. Die Spitäler erproben Therapien und Pharmakonzerne entwickeln in kürzester Zeit Impfstoffe. Gleichzeitig diskutiert die Öffentlichkeit die Ergebnisse der Medizin und streitet über deren Aussagekraft. Selten wurde die Arbeit am Un-Wissen so sichtbar wie in den vergangenen Monaten. Die Ausstellung stellt an ausgesuchten Episoden der Basler Medizingeschichte den Prozess des Wissen-Schaffens dar, der selten ein linearer ist und kaum ohne Irrtümer und Irrwege, ohne Streit und Kontroverse auskommt.

Datum

31. März 2022
Abgelaufen!

Uhrzeit

18:30

Ortszeit

  • Zeitzone: America/New_York
  • Datum: 31. März 2022
  • Zeit: 12:30

Preis

CHF 20.00

Ort

Ackermannshof
St. Johanns-Vorstadt 19-21, Basel

Veranstalter

philosophicum im Ackermannshof
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