Kolloquium „Soziale Roboter“

Gefährliche Maschinen oder freundliche Begleiter? Eines ist klar: unsere Faszination für Roboter ist ungebrochen. In diesem Kolloquium in Kooperation mit TA-SWISS (Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung) wird ihr weiter nachgegangen.

Bitte melden Sie sich für diesen Event an oder verfolgen Sie das Gespräch per Live-Stream auf Instagram @hek_basel.

18:30-20:00. Der Eintritt ist frei.

In Science Fiction Filmen wurden sie uns sowohl als gefährliche Maschinen präsentiert, die unser menschliches Überleben bedrohen, wie auch als freundliche Begleiter unseres Lebens. Mittlerweile haben Roboter schon längst Einzug gehalten in unser alltägliches Leben: Menschenähnliche oder tierartige Roboter, wie beispielsweise die Robbe Paro, werden in der Gesundheitsfürsorge eingesetzt, Sexroboter kompensieren die Defizite menschlicher Beziehungen, intelligente Geräte hören unseren Gesprächen zu und kümmern sich um unsere Bedürfnisse – es scheint wir kommunizieren mehr mit unserer Technologie als mit anderen Menschen. Dank künstlicher Intelligenz können sie zudem unsere Stimmung und unsere Emotionen analysieren und entsprechend darauf reagieren. Der Einsatz von «sozialen Robotern» und ihrer vermeintlichen Empathie wirft viele soziologische, psychologische, wirtschaftliche, philosophische und rechtliche Fragen auf.

An dem Kolloquium werden die beiden Wissenschaftler Prof. Dr. Oliver Bendel und Prof. Dr. Hartmut Schulze sowie die Schweizer Künstlerin Simone C. Niquille mit kurzen Inputs das Themenfeld abstecken und in einem Podiumsgespräch die aufgeworfenen Fragen diskutieren. Das Publikum ist selbstverständlich eingeladen, mitzudiskutieren. Der Event wird von Roland Fischer, Wissenschaftsjournalist, moderiert. Elisabeth Ehrensperger, Geschäftsführerin TA-SWISS, und Sabine Himmelsbach, Direktorin HeK, werden in den Abend einführen.

Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) wird zum Thema Maschinenethik referieren. Er ist Experte in den Bereichen E-Learning, Wissensmanagement, Social Media, Mobile Business, Avatare und Agenten, Informationsethik sowie Maschinenethik. Zu seinen wichtigsten Disziplinen sind seit der Jahrtausendwende Informationsethik, Maschinenethik und Roboterethik geworden. Bücher wie „Handbuch Maschinenethik“, „350 Keywords Digitalisierung“, „Die Moral in der Maschine“, „Pflegeroboter“ und „Maschinenliebe“ sind in diesen Bereichen angesiedelt.

Prof. Dr. Hartmut Schulze (Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW) wird die im Juli 2019 gestartete Studie «Roboter, Empathie und Emotionen» von TA-SWISS, deren Resultate voraussichtlich im Frühjahr 2021 vorliegen werden, vorstellen. Er ist Institutsleiter des Instituts für Kooperationsforschung und -entwicklung und forscht u.a. in der Gestaltung der Mensch-Roboter-Interaktion und Förderung von deren Akzeptanz.

Die in der Ausstellung Real Feelings vertretene Schweizer Künstlerin Simone C. Niquille wird ihr Projekt Homeschool: Roboter als Mitbewohner vorstellen. Der Einzug autonomer Haushaltsgeräte bringt eine Reihe von Fragen zur häuslichen Privatsphäre und der architektonischen Gestaltung von Privaträumen mit sich. Für die autonome Navigierung und Erkennung von Objekten und Räumen, werden diese zukünftigen maschinellen Mitbewohner mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Das Projekt Homeschool zeigt das Trainingsmaterial, das zur Entwicklung der KI benutzt wird und untersucht dies in Hinsicht auf die Gestaltung unser häuslichen Zukunft.


Date

21. Okt 2020

Time

18:30

Ort

HeK Haus der elektronischen Künste Basel
Freilager-Platz 9, Münchenstein

Veranstalter

HeK Haus der elektronischen Künste Basel

Andere Veranstalter

TA-SWISS
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