Der Büechlihau bei Füllinsdorf, ein heiliger Ort der Kelten und Römer

Vortrag von Andreas Fischer, Archäologe bei der Archäologie BL.

Vielleicht erinnern Sie sich: 2011 sorgte der «Keltenschatz von Füllinsdorf» für grosses mediales Aufsehen. Das um 90 – 70 v. C. niedergelegte Ensemble von 355 Silbermünzen ist der grösste erhaltene Edelmetall-Münzhort dieser Epoche im Gebiet der heutigen Schweiz.
Über ein Jahr lang war der Fund geheim gehalten worden, weil sich rasch herausstellte, dass er nicht die einzige wertvolle Deponierung am Büechlihau gewesen war. Ein intensives Absuchen des Geländes führte zum Ergebnis, dass der markante Hügel oberhalb der Colonia Augusta Raurica über 500 Jahre – vom Spätlatène bis ans Ende der Römerzeit – wiederholt zur Niederlegung von Gaben an eine übergeordnete Macht aufgesucht wurde.
Die Entdeckung hat Fragen aufgeworfen: Unter welchen Umständen gelangten die Funde in den Boden? In welchen Kontext gehören die Deponierungen? Welche Rückschlüsse lassen sich aus dem «Keltenschatz» im Hinblick auf die frühgeschichtliche Wirtschafts- und Kulturgeschichte ziehen?

Der Referent ist Co-Autor eines dieser Tage erscheinenden Bandes zu diesem Fund (Reihe: Schriften der Archäologie Baselland, Bd. 56; Schwabe Verlag Basel)

https://www.bazonline.ch/opfergaben-in-hohlen-baeumen-der-bueechlihau-ob-fuellinsdorf-war-eine-keltische-kultstaette-406637668175

Datum

25. Jan 2024
Abgelaufen!

Uhrzeit

18:15

Ort

Staatsarchiv Basel-Landschaft
Wiedenhubstrasse 35, Liestal

Veranstalter

Staatsarchiv Basel-Landschaft
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