50 Jahre Architektur studieren in Muttenz – und morgen?

Was können wir angesichts der Herausforderungen der Gegenwart von der Geschichte unserer Architekturschule für die Zukunft mitnehmen und wie gestalten wir heute eine zukunftsfähige Architekturlehre? Mit Stefan Marbach, Fahny Pesenti, Jörg Stollmann, Klaus Vogt und Studierenden des Institut Architektur. Moderation: Christina Schumacher

Als das Institut Architektur vor 50 Jahren von einer Gruppe initiativer Basler Architekten gegründet wurde, legte es sich ein innovatives Ausbildungsprinzip zugrunde: den «fächerübergreifenden Projektunterricht». Das didaktische Konzept schlägt einen Bogen bis in die heutige Zeit, in der wieder deutlich wird, dass Architektur und Planung, um die komplexen Probleme der Gegenwart anzugehen, auf Kooperationen über Disziplinen und Gewerke hinweg und auf geteilte Expertisen angewiesen sind. Klar ist auch: Im Zentrum dieser Bemühungen muss stehen, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln, auf das sich eine breite Palette von Beteiligten auf Augenhöhe verpflichten kann.

Heute sieht sich die Architektur mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. Neu ist das nicht. Schon in den frühen 1970er-Jahren wurde offensichtlich, dass die, lange Zeit für sicher gehaltene, Wachstumslogik der Wohlstandsjahre keine Zukunft mehr haben würde. Just 1972 wurden im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Bericht, den der «Club of Rome» dem MIT in Auftrag gegeben hatte, weltweit die «Grenzen des Wachstums» diskutiert. Derweil waren in der Schweizer Architekturwelt die Reaktionen auf die Proteste der 68er-Jahre noch in vollem Gange, die Architekturabteilung der ETH Zürich führte im Globus-Provisorium «Unterrichtsexperimente» mit horizontaleren Hierarchien und mehr studentischer Mitsprache ein. In diesem Geist verortete sich das neu gegründete Tech Muttenz mit seinem zukunftsgewandten Ausbildungsmodell.

Der Architekt und Designer Klaus Vogt ist einer der Gründer der Schule;
Stefan Marbach, heute Senior Partner im Büro Herzog & de Meuron und Berater HABG, war während der 1990er-Jahre Student in Muttenz;
Fahny Pesenti hat nach der Jahrtausendwende studiert und war viele Jahre Assistentin, heute ist sie freie Architektin in Basel;
Jörg Stollmann ist Absolvent der UdK Berlin, war lange Jahre am Departement Architektur der ETH Zürich tätig und ist heute Inhaber des «Chair of Urban Design and Urbanization» an der TU Berlin;
ein «offener Stuhl» auf dem Podium lädt die Studierenden der verschiedenen Jahreskurse ein, ihre Perspektiven in die Diskussion um die Architekturausbildung der Zukunft einzubringen.

Datum

15. Nov 2022
Abgelaufen!

Uhrzeit

18:30

Ort

Humbug
Klybeckstrasse 241/K104, Basel

Veranstalter

FHNW Institut Architektur
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