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SUMMARY:Sichere Häfen. Städte als Zuflucht
DESCRIPTION:Können Sanctuary Cities eine Antwort auf nationale Abschottung sein? Eine internationale Analyse zur Zukunft offener Gesellschaften. Buchpräsentation mit Volker M. Heins. Moderiert wird der Abend von Franziska Stier.\nWährend sich die Grenzen vieler Staaten schließen und Regierungen auf Abschottung setzen, sind weltweit immer mehr Menschen durch Kriege, Umweltzerstörung und staatliche Willkür zur Flucht gezwungen. Auch eine rigorose Grenzpolitik unterbindet Migration nie völlig – aber wo können flüchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklärt?\nEine Antwort findet sich in jenen Städten, die die praktische Unterstützung Geflüchteter und das solidarische Zusammenleben mit Migrant:innen zu ihrem Selbstverständnis gemacht haben – und sich damit aktiv gegen die nationale Politik ihrer Länder stellen. Sie helfen unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus, entwickeln Ausweise für alle, die sich in der Stadt aufhalten wollen, unterstützen in juristischen Fragen, schützen vor polizeilicher Willkür. Städte dieser Art finden sich auf fast allen Kontinenten, sie heißen Sichere Häfen, Sanctuary Cities oder Città dell’accoglienza.\nVolker Heins hat in Chicago, Kampala, Sheffield und Palermo, in Bremen, Berlin und Zürich recherchiert: Wie wirkt sich das Schutzversprechen für Menschen ohne Aufenthaltsstatus konkret aus? Ist das Selbstverständnis der Städte von Dauer oder bloße moralische Aufwallung, entsteht hier gar ein neuer Begriff urbaner Freiheit? Und was passiert, wenn Städte direkt vom Staat angegriffen werden – wie man zuletzt in den USA beobachten konnte, wo Donald Trump den Kampf gegen Sanctuary Cities zur Priorität erklärte?\n*\nVolker M. Heins, Sozialwissenschaftler und Autor, lehrte an der Universität Duisburg-Essen sowie in Frankfurt am Main, Montreal und Jerusalem. Er ist Mitbegründer der Academy in Exile und engagiert sich u. a. im Bellevue di Monaco, einem Kulturzentrum für geflüchtete Menschen und ihre Verbündeten in München. Sein Buch »Offene Grenzen für alle. Eine notwendige Utopie« (Hoffmann &amp; Campe 2021) war für den NDR-Sachbuchpreis nominiert. Zuletzt erschien »Hinter Mauern. Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft« (mit Frank Wolff, Suhrkamp 2023). Volker M. Heins lebt bei München.\nEintritt frei, Kollekte\n
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